Leonie Bremer | Fridays For Future

 

1. Über mich: “Ich würde Fridays for Future als meine Haupttätigkeit bezeichnen. Nebenbei schreibe ich aktuell meine Bachelorarbeit und arbeite bei einem Unternehmen für Schadensverhütung. Was mich beschäftig ist, dass die aktuellen Fakten des Klimawandels nach rapiden Handlungen in der Klimapolitik verlangen. Wie können wir diese Rapidität als Demokratie erreichen?”

2. Lebensmotto: “‘Wahrscheinlich werden Ärzte in der Zukunft den Wald als Medizin verschreiben.’- Qing Li, Medizinprofessor, Tokio”

3. Wofür ich brenne: “Für eine konsequente Klimapolitik. Aber das sagen zu müssen ist absurd. Denn tatsächlich kämpfe ich dafür, dass Deutschland die Pariser Ziele einhält. Und das widerum bedeutet, ich kämpfe dafür, dass Politiker*innen ihren Job machen. Das dies in einem Land wie Deutschland nicht selbstverständlich ist, ist paradox.”

4. Mit wem ich gerne mal streiten würde: “Ich wäre eher für eine konstruktive Diskussion mit allen Mitgliedern des Klimakabinetts.”

5. Was mir an einem Dialog wichtig ist: “Die Möglichkeit, etwas zu lernen, Fairness und Akzeptanz.”

 

Ich bin seit zwei Jahren Klimaaktivistin. Aber tatsächlich begann alles im Jahr 2004. Aus heiterem Himmel, so schien es für meine Eltern, habe ich mich im Alter von sieben Jahren dazu entschieden keine Tiere mehr zu essen und wurde später Tierrechtsaktivistin. Themen, die in meinem Alter nicht relevant sein sollten, waren es für mich aber schon.

Die Sensibilität für Klima,-Umwelt-und Tierschutz haben mich dazu gebracht nach meinem Abitur nach Island zu gehen und fernab von jeglicher Zivilisation auf einer Farm in den Westfjorden zu leben. Ich habe gesehen, dass es möglich ist klimaneutral zu leben, und wie es auch ohne Strom oder Wasser möglich sein kann.

Danach kam ich zurück nach Deutschland und wollte verstehen, wo der Ursprung von unserem übermäßigen Konsum und des klimaschädlichen Verhaltens ist. Besonders interessant fand ich aber, wie es auf anderen Kontinenten ist, und mein Weg führte mich nach Vancouver Island. Gleichzeitig aber habe ich angefangen, das Problem als ein globales komplexes System zu verstehen. Ich habe gesehen, wo es noch schlechter gemacht wird, ich habe auch gesehen, wie der Gletscher in Lake Louise abschmilzt. Um die Wissenschaft dahinter zu verstehen, fing ich an, Umweltwissenschaften und Umweltingenieurwesen zu studieren.

Zum Glück habe ich letzes Jahr mein Stipendium für ein Auslandsjahr in Nicaragua abgesagt, denn das war die Zeit, in der ich Fridays for Future Aktivistin wurde.
Jetzt schreibe ich meine Bachelorarbeit über den IPCC Bericht.


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